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Bericht zur Lage der WG-Nation

Mittlerweile schreiben wir Tag 5 seit dem Bekanntwerden des Ausmaßes der Katastrophe und meiner Rückkehr in die WG.  Davon ausgehend, dass es meine große Anhängerschaft vor Spannung kaum noch auf den Stühlen hält, man jede Sekunde mit neuen schrecklichen Details rechnen muss und einen die Ungewissheit darüber, was sich in dem konspirativen Objekt in der A.-K.-Straße in L. inzwischen weiter zugetragen haben mag schier in den Wahnsinn treibt, habe ich mich dazu herabgeneigt, einen weiteren Bericht zur Lage der WG-Natio zu verfassen. Um diesen Bericht zur Lage der WG-Nation etwas übersichtlicher zu gestalten, werde ich ihn einzelne Themen unterteilen, so dass dem geneigten Leser dieser Ergüsse auch wirklich kein wichtiges Detail entgeht.
Los geht es also mit dem, was meine voyeuristisch veranlagten Jünger am meisten interessieren dürfte: Die Nächte!

Die Nächte

Da mein Zimmer ja bekanntlich auf Grund des mehrfach erwähnten Wasserschadens und daraus folgenden feuchten Wänden unbewohnbar ist, war ich gezwungen, mir ein anderes Nachtlager zu suchen. Dieses bot sich in Gestalt einer Luftmatratze in Filipas Zimmer.
Die erste Nacht auf dieser Matratze war.... gewöhnungsbedürftig. Ein bisschen kalt, etwas unbequem, etwas laut (Zimmer geht zur Straße raus, meins zum ruhigen Hinterhof) und immer wieder unterbrochen durch ständiges Quietschen des blauen Ungetüms, auch bekannt als Luftmatratze.
Nacht Zwei verlief etwas ruhiger, so langsam gewöhnte ich mich an die Gegebenheiten. Man könnte also meinen, die dritte Nacht böte keinen Schreibstoff mehr. Aber, weit gefehlt. Filipa hatte mich bereits vorgewarnt und darauf hingewiesen, dass sie eventuell schnarchen würde. "Ha", dachte ich, "so etwas kann mich mit meiner großen Gemischte-Zimmer-in-Jugendherbergen-Erfahrung kaum erschüttern". Aber, da hatte ich Filipa doch tatsächlich unterschätzt. In der Nacht fuhr sie schwerste Geschütze auf und holzte den gesamten Amazonas ab! Das Geräusch der Kreissägen zwang mich dann leider zu einer Kapitulation und ich zog in mein demoliertes Zimmer um.
In der dritten Nacht legten die Kreissägen eine Pause ein, der sich die Luftmatratze gleich anschloss: Gegen 3h lag ich auf dem Parkett, die Luftmatratze hatte sich ihrer Namensgeberin entledigt und ich war zu einem erneuten Rückzug gezwungen.
Nacht fünf folgt in Bälde. Dieses Mal wrde ich das Bett mit meiner Lieblings-Portugiesin teilen. Immer darauf vorbereitet, eventuell wieder vor Kreissägen fliehen zu müssen.

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